Fleischfressende Pflanzen Fleischfressende Pflanzen.eu
Home
Willkommen
Über mich
Karnivoren Shop
Karnivoren Forum

Einleitung
Krankheiten
Überwinterung
Die Eisheiligen
Pflanzen Arten
Pflegeanleitung
Karnivoren FAQ
Kultur Hinweise
Die Vermehrung

Bestands Liste
Photo Galerien

Terrarium
Moorbeetkultur
Bücher Tipps
Videos
Veranstaltungen

Gästebuch
Link & Banner
Verschiedenes
Impressum

                                       

Die Kobralilie (  Darlingtonia )

ist eine immergrüne, mehrjährige, krautige Pflanze mit einem Rhizom von ein bis zwei Zentimetern Durchmesser.

Sie wächst sehr langsam, erst nach zwei bis drei Jahren nimmt sie ihre typische Gestalt an und nach sieben bis zehn Jahren blüht sie erstmals.

Diese Art ist eng verwandt mit der Gattung der Schlauchpflanzen.

Von ihrer Art ist sie die einzigste und wurde  von John Torrey, 1854 entdeckt.

Sie ist die einzigste Grubenfallen Art in Nordamerika und ihr recht kleines Verbreitungsgebiet erstreckt sich auf den Norden von Oregon und das südliche Kalifornien.

Verbreitungsgebiet:

Die Darlingtonia wächst in wasserdurchströmten Moorgebieten, wo ihre Wurzel ständig vom kühlen Grundwasser umspült werden.

Dieses wirkt sich natürlich auch auf ihre Kulturansprüche aus und man muß darauf achten,daß ihre Wurzeltemperatur im Sommer niedrig gehalten wird.

Die Blätter:

Das direkte herauswachsende Blattwerk der Pflanzen besteht ausschließlich aus den typischen Schlauchblättern, die eine lose Rosette bilden.

Die Blätter haben eine leicht kegelförmige Statur und werden zur Basis hin breiter.Die Größe der Schläuche beträgt etwa 60 - 80 cm.

An der Vorderseite der Pflanze erstreckt sich eine durchgehende Flügelleiste.

Die Kobrapflanze besitzt eine helmartige Haube,die mit einer V förmige Blattzunge versehen ist.

Hinter dieser Blattzunge liegt eine kleine Öffnung ,die mit einem Zahnkranz (  Peristom ) versehen ist .

Die Blätter stehen entweder aufrecht oder wachsen fast waagerecht zum Boden, sodass die

Schlangenzunge den Boden berührt und anders als die aufrechten Blätter, hauptsächlich bodenlebende Insekten anzieht.

 Insekten werden durch Nektar in die Öffnung gelockt. Befinden sie sich am Rand der Falle werden sie beim Verlassen der Pflanze durch "Fenster" im Kopf des Schlauches getäuscht.

Versucht ein Insekt diesen vermeindliche Ausgang durch die Fenster zu benutzen, rutscht es in den Kelch und wird durch dessen Behaarung am Entkommen gehindert.

Die Blätter sind in verschiedene Zonen eingeteilt.



    * Zone 1: Die Schlangenzunge. Sie ist meist auffällig rot eingefärbt und auf ihrer Rückseite mit zahlreichen Nektarien versehen,

beides dient zur Anlockung der Beute. Eine gerichtete Behaarung der Oberfläche macht es dem Insekt dabei leichter, zur

Schlauchöffnung hin voranzugehen, als sich von dieser abzuwenden.

    * Zone 2: Die Öffnung. Sie wird von einem Peristom gebildet, das besonders große Mengen Nektar ausscheidet und so die

Beute vom Anhängsel in den eigentlichen Schlauch lockt.

    * Zone 3: Die Haube. Sie überdacht den Schlauch und die hervorkragende Öffnung, wodurch sie ein Entweichen der Beute

nach oben verhindert. An ihrem höchsten Punkt ist sie gehäuft mit chlorophyllfreien Flecken versehen, die nahezu ungehindert

das Außenlicht passieren lassen und so wie Fenster wirken. Gefangene Beutetiere versuchen nun, durch diese „Fenster“ die

Falle zu verlassen, bei diesen „Fluchtversuchen“ stürzen sie nun in den aufrechten Schlauch.

    * Zone 4: Oberer Schlauchbereich. Dieser sich direkt unterhalb der Haube befindende Abschnitt des Schlauches ist mit einer

Wachsschicht und nach unten gerichteten Haaren versehen. Beides zwingt die Beute weiter abwärts.

    * Zone 5: Mittlerer Schlauchbereich. Hier befinden sich die abwärts gerichteten Haare in besonderer Dichte, Wachsflecken

finden sich kaum noch.

    * Zone 6: Unterer Schlauchbereich. Diese Zone ist rein glatt und mit keinerlei Fangeinrichtung mehr ausgestattet, sie dient

allein der Verdauung. In ihr befindet sich die Flüssigkeit der Pflanze, die für die Verdauung sorgt, diese wird von der Pflanze

regelrecht in die Schläuche hineingepumpt, verstärkt nach einem Beutefang.

Die Schläuche stehen meist senkrecht in die Höhe oder liegen komplett mit ihrer Zungenseite am Boden,wodurch sie meist am Boden lebende Insekten fängt.

Trotz ihrer aufwendigen Fallenkonstruktion ist die Kobrapflanze im Gegensatz zu der Schlauchpflanze kein sehr guter Beutefänger.

Sie bildet auch keine Verdauungsenzyme ,sodas sie auf Bakterien angewiesen ist,die das Beutetier zersetzen.

Die Wurzel:

Die Darlingtonia besitzt keine Hauptwurzel sondern bildet direkt aus ihrem ( Rhizom ) Sproßansatz feine Haarwurzeln.

Die Blüte:

 Die Blütezeit beginnt im Mai,wo die Pflanze einen etwa 1 Meter hohen Blütenstiel entwickelt ,ausdem dann gelblich - hellgrüne Kelchblätter mit purpurnen Kronblätter heranwachsen.

Die Blüte im Gegensatz zu anderen  öffnen sich nicht, sondern bilden eine Art Kapsel, die nur mit einer kleinen Öffnung in den Kronenblättern zugänglich ist.

Für welche Art der Bestäuber diese Konstruktion jetzt gebildet wurde,konnte bis heute noch nicht ganz geklärt werden.

Da der Duft der Blüte nicht ganz so angenehm für uns Menschen ist,liegt es nahe das es sich um Fliegen handelt,welche die Blüte bestäuben.

Frucht und Samen:

 Sobald die Blüte erfolgreich bestäubt wurde ,erhebt sich der Fruchtknoten bis er komplett aufrecht steht.

 Die ausgebildete Frucht ist umgekehrt eiförmig und trägt 100 - 1000 behaarte sandfarbende Samen in sich.

Durch die Haare sind die Samen schwimmfähig und treiben so in der Strömung von der Mutterpflanze weg und keimen woanders wieder neu.

 

Diese Datei wurde unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation veröffentlicht.

© by Raymond Petrauschke 2009-2013 All Rights Reserved. 

ss4w.de Tool:  kostenloser Counter + Pagerank Service + Linktausch + beliebte Webseitentools (Suchmaschinenoptimierung) + Webseiten-Statistik (Backlink steigert Linkpopularität)



.

 

free counters
Design by © Npage-Hilfe.de and © Hinweise & TEAM